Industriemuseum Brandenburg an der Havel

Im ehemaligen Stahlwerk in Brandenburg an der Havel ist seit vielen Jahren ein Museum eingerichtet. Vor einigen Tagen habe ich dorthin mit meinem Fotoclub einen Ausflug gemacht.

bunte Helme
Bunte Helme im Industriemuseum

Hier sind  einige Impressoinen…

Qualitätswesen
Seit 1979 war das Stahl- und Walzwerk Brandenburg Stammbetrieb des Kombinats Qualitäts- und Edelstahl

Das Stahlwerk in Brandenburg an der Havel wurde 1912 gegründet und nahm 1914 die Produktion auf. Diese wurde 1993 beendet, da das Werk nach der Wiedervereinigung nicht mehr wettbewerbsfähig war. Da hier die letzten Siemens-Martin-Öfen Westeuropas standen, entstand 1992 die Idee eines Museums. Der letzte noch verbleibene Ofen wurde 1994 unter Denkmalschutz gestellt. (Quelle: Wikipedia)

In solch historischen Fabrikanlagen finden sich immer genug interessante Motive, um mich lange damit beschäftigen zu können. Allerdings wirkt manches aus der heutigen Sicht recht befremdlich auf mich. Wie diese Schalter, mit denen man auf Knopfdruck die Kampfgruppen (eine paramilitärische Organisation in DDR Betrieben) rufen konnte.

Auf Knopfdruck Kampfgruppe

Immerhin war es ja doch recht wahrscheinlich, dass sich konterrevolutionäre, kapitalistische Kräfte daran machen würden, das technisch komplett veraltete Stahlwerk zu erobern…

Wie immer interessierte ich mich besonders für Details. Diese versuche ich aus der Umgebung herauszulösen und für sich sprechen zu lassen. So wie in den folgenden Bildern.

Im besten Fall verliert sich die eigentliche Bedeutung des Motivs. Abstrakte Formen und Strukturen dominieren das Bild.

Und mein Lieblingsbild aus dieser Serie habe ich mir (fast) bis zum Schluss aufgehoben.

Das Auge
Die technischen Geräte verlieren in der Fotografie ihren Kontext und verschmelzen in der Fantasie zu allem, was sich der Betrachter vorstellen kann. Hier zu einem überdimensionalen Auge.

Nach etwas über 2 Stunden hatte ich eigentlich meinen Rundgang beendet. Das Stativ war bereits zusammen gelegt, die Kamera war aus, aber noch nicht wieder verpackt. Auf dem Weg zum Ausgang fand ich dann noch ein für dieses Gebäude recht symbolträchtige Motiv, für das ich natürlich noch einmal angehalten habe.

the end

Abschließend kann ich sagen, dass es sich auch aus fotografischer Sicht ein Besuch im Industriemuseum in Brandenburg an der Havel lohnt. Und auch für einen zweiten Besuch habe ich noch ausreichend Ideen.

Wer auch auf den Geschmack gekommen ist, sollte aber aufgrund der doch recht schlechten Lichtverhältnisse in der Halle auf jeden Fall ein Stativ und evtl. einen Fernauslöser mitnehmen.

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